Angepasste Sprechweise


... your English-Job-Boosting!

Bitte keine endlosen Monologe

Nehmen Sie Ihren TeilnehmerInnen nichts von ihrer Sprechzeit, indem Sie zu lange selbst sprechen.

Dies wird häufig von Teilnehmer/innen negativ angemerkt. Die meisten Teilnehmer/innen sagen nichts, sie fehlen einfach immer öfter und stoppen schließlich ihr Training bei uns. Bedenken Sie als Trainer unbedingt: Die Teilnehmer/innen möchten das Sprechen trainieren, Sie können es bereits. Die richtige Mischung aus allem ist auch hier wieder das, was den guten Trainer ausmacht.

Die Aufnahmebereitschaft sinkt mit zunehmendem Zuhören rapide. Es ist zwar für TeilnehmerInnen bequemer, zuzuhören statt selbst zu sprechen aber nicht zielführend.

Bitte bedenken Sie, dass Ihre Teilnehmer/innen bereits müde vom Job kommen. Manche sind noch sehr aufgekratzt und entspannen nach einiger Zeit so sehr, dass der Balanceakt zwischen Wachen und Schlafen sehr mühsam wird.


Unterbrechen Sie nicht unnötig!

TeilnehmerInnen verlieren Sprechhemmungen nur, wenn sie ungestört und "ungestraft" ausprobieren können!

Die notwendige Konzentrationsleistung Ihrer TeilnehmerInnen, beim Umsetzen zusammenhängender Gedanken in eine Fremdsprache ist hoch.
Weitaus höher als beim lesen oder Schreiben von Texten.

Fehler während des freien Sprechens korrigieren Sie nur, wenn diese zu deutlichen Missverständnissen führen. Die sichtbar werdenden Grammatik- bzw. Vokabelschwächen trainieren Sie systematisch ...

- didaktisch aufbereitet. 
- direkt anschließend oder später. 
- als Wiederholung oder Einführung.

Ihre TeilnehmerInnen sind somit Ihr “Lehrplan”. Vorbereiten ist also bei uns wenig sinnvoll, nicht nötig, nicht erwünscht. Wenn Sie den Trainings-Mix nutzen, reicht dies für ein strukturiertes Training völlig aus

Unterbrechen ist oft unnötig, auch aus folgendem Grund:

Beim Sprechen müssen von den TeilnehmerInnen viele verschiedene Denk-Aufgaben gleichzeitig vereint werden - spontan:

- der persönliche Gedanke; 
- sein Ausdruck vor der Gruppe; 
- bekannte und unbekannte englische Wörter; 
- gelernte Grammatik; 
- die richtige Zeitform;
- Endungen (he, she it, das `s`muss mit);
- die richtige Satzstellung.
- Umschiffung von Unsicherheiten und sprachlichen Schwächen;

Unterbrechungen durch TrainerInnen lassen diese fragile Gebäude schnell einstürzen. Wiederholen Sie den Satz oder Teile daraus leise und korrekt für die anderen Teilnehmer/innen. So können diese ihre eigenen Gedanken auf Richtigkeit prüfen. Das ist natürlich wichtig. Bieten Sie keine Verbesserungsvorschläge an, sagt man, Sie ließen jeden Fehler unkommentiert durchgehen.  

Hier benötigen wir einen Kompromiss zwischen sprachlicher Freiheit, die Mut zum Sprechen fördert und dem vorhandenen Schul-Denkmuster (Lehrer muss jeden Fehler korrigieren. Nein, er muss nicht durch Nennung jedes noch so kleinen Fehlers jeglichen Sprechfluss und jeglischen Spaß am Sprechen abtöten. Das hatten die meisten Menschen bereits in der Schule. Dafür gibt man nicht noch Geld aus.

Aktivieren Sie Ihre Teilnehmer/innen

Regen Sie die Phantasie an, zeigen Sie Interesse!

- Ermutigen Sie immer wieder, zu sprechen.
- Helfen Sie bei Stockungen weiter. Korrigieren Sie positiv und dezent.
- Mobilisieren Sie, indem Sie zwischen aktiven (TeilnehmerIn. sprechen) Phasen und passiven (kurze Erklärungen von Ihnen) Phasen wechseln
- Das unterstützt das Selbstvertrauen und ermutigt zur sprachlichen Umsetzung. Ihre TeilnehmerInnen sind nach einem langen Arbeitstag müde und
   werden schnell passiv. Passivität fördert Unsicherheit und Ängste, hemmt das Lernen!

Sprechen lernt man nur durch Sprechen!

Unglaublich, wie fern diese banale und leicht nachvollziehbare Tatsache spontan für die meisten Menschen ist. Fragen Sie mal fremdsprachlich Unerfahrene, wie man Englisch sprechen lernt. Sie werden überrascht sein, welche Antworten Sie erhalten.

Hinterher glauben Sie, Sie könnten Klavier spielen, weil Sie Noten zu lesen vermögen und Fußball spielen, weil Sie die Fußballregeln kennen. 

Gehen Sie am besten so vor:

- Gleichen Sie Defizite freundlich aus, nachdem die TeilnehmerInnen ihren Versuch BEENDET haben.
- Finden Sie die individuellen Sprachprobleme heraus, und ermutigen Sie Ihre TeilnehmerInnen, ihre Fragen zu stellen.
- Ermöglichen Sie den Erfahrungsaustausch untereinander. Gönnen Sie den TeilnehmerInnen das Fehlermachen,
- Nehmen Sie Ihren TeilnehmerInnen das Gefühl, unbegabt zu sein, was ihnen oftmals Lehrer und andere einredeten.

Geben Sie ihnen Mut, über ihr spezielles Problem zu sprechen und - ganz wichtig - das Gefühl, das ihr Problem verstanden zu wird.
So werden Sie zum kompetenten Trainer, der viel weiß, weil er ihr Problem versteht.  Einzelne Teilnehemr/innen erkennen, dass andere genau dasselbe Lern-/Verständnis-/Denkleistungs-/Erinnerungs-Problem haben. Ein Problem, das Sie allein zu haben glaubten. Sie fühlen sich verstanden in
einer Gemeinschaft, die dadurch sozial zusammenwächst und stark wird.

So schaffen Sie Vertrauen in die kleinen Fortschritte, weil die TeilnehmerInnen von dem selbstkritischen Blick auf das befreit sind, was sie noch nicht beherrschen. Und Sie stabilisieren die Erkenntnis, dass man eine Fremdsprache ständig pflegen muss um den Kenntnisstand zu halten.

Anschlusstrainings sind natürlich für uns alle wichtig, aber vor allem für Ihre Teilnehmerinnen, die ohne Englisch-Sprech-Fähigkeit im Job keine gute Zukunft haben werden, da die Sprechpraxis ohne Training genauso schnell nachlässt, wie die körperliche Kondition in etwa derselben Zeitspanne.
So zielen wir auf eine Win-Win-Situaion.

Vermeiden Sie Hast ...

vermitteln Sie aber selbstverständlich auch keine Langeweile, Nervosität oder gar Genervtheit. Sie haben sich 90 Minuten für Ihre Teilnehmer/innen reserviert, ob Sie Dasselbe, ein-, fünf- oder achtmal sagen, spielt also gar keine Rolle. Es hetzt Sie niemand, Sie müssen kein Tagesziel erreichen
und schon gar keine Lektion oberflächlich durchhecheln nach dem Motto: Hauptsache durchgearbeiter, egal wer etwas versteht, egal wer etwas tatsächlich kann. Denn KÖNNEN ist unser Ziel nicht KENNEN.

Hektik verunsichert und forciert lernbehindernde Hemmungen. Die TeilnehmerInnen fühlen sich im schlimmsten Fall lästig oder sogar zu "dumm" für den Kurslevel! Noch schlimmer als dem Trainer die Schuld für Unverstandenes zu geben, ist es, wenn der Teilnehemr sich selbst als unfähig einschätzt und das Training (meist wiederholt) mutlos aufgibt. Das geschieht überwiegend mit dem Hinweis: "Keine Zeit, mehr Arbeit, neue Situation in der Familie") In manchen Fällen stimmt dies, in den meisten Fällen sind es vorgeschobene Ausreden. Wer Spaß am Training und regelmäßiges Training für sich als sinnvoll und notwendig erkannt hat, bleibt jahrelang Teilnehmer bei uns.

Selbstverständlich sollten Sie aber dynamisch, aktiv sein (Wenn der Unterschied hier nicht deutlich wird oder Sie Gegensätze empfinden, rufen Sie einfach kurz an). Stehende Trainer/innen wirken von vornherein dynamischer als ein sitzender. Oder haben Sie schon mal sitzende Verkaufs-/Wirtschaftstrainer gesehen???

Immer wieder wichtig: Sie müssen Ihre Teilnehmer wachhalten, durch Mimik, Gestik, Taten und Inhalte. Nun, bisher ist noch keiner schlafend vom Stuhl gefallen, aber Geistesabwesenheit fällt nur kritischen Trainern auf und keiner soll über Sie sagen: “Bei Trainer/in XY schlafen uns die Füße ein ...!” Gab es alles schon.

Lassen Sie stattdessen die Gruppe teilhaben an Ihrer Freude mit Ihrer Arbeit!
Ihre Motivation überträgt sich!

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