OK-Trainings-Mix - 5. Fragen stellen KÖNNEN


... your English-Job-Boosting!

Fragewörter vorstellen.

Fragewörter wie beispielsweise Where, When, How, Who, Why´.
Es ist wichtig, dass nicht Sie, sondern Ihre TeilnehmerInnen die Wörter in Fragen verwenden, d.h. nach einer kurzen Einführung sofort selbstständig benutzen. Die GesprächspartnerIn antwortet.

Dadurch wird das schwierige Wechselspiel Frage-Antwort mit wechselnder Position des Hilfsverbs trainiert. "Fragestellung und Antwort" ist ab sofort ständiger Bestandteil des Trainings.

Auch für die Fragestellung können Sie die Vokabelkärtchen einsetzen und damit 2 Aufgaben gleichzeitig erledigen: Wiederholung bekannter Vokabeln eingebaut in Fragesätze.

Erklären Sie den Unterschied zwischen what und which:
Wenn wir nach einer uneingeschränkten Auswahl fragen, nehmen wir what (was), wenn wir nach bestimmten, vorher definierten Dingen fragen which (welches). Vor allem bei Alternativen ("Welches von den drei Stücken möchtest du?") wird `which´ deutlich. 

Griffig ist für Teilnehmer/innen auch folgende Darstellung.
Haben wir die Auswahl aus genannten oder sichtbaren Dingen, nehmen wir ``which´.
Haben wir die Auswahl aus einer völlig unbekannten Menge, wählen wir `what´.

Sprachspezialisten werden an manchen Stellen aufschreien, da Details nicht ausreichend korrekt oder nicht in voller Breite und Tiefe
dargestellt werden. Beachten Sie dabei, dass es darauf ankommt, dass Menschen, die bei uns trainieren, eine schnelle,
leicht erfassbare und erinnerbare Lösung brauchen - keine wissenschaftliche Abhandlung.

Schließlich ist nicht jeder Muttersprachler auf der Welt gleichzeitig promovierter Sprachwissenschaftler und spricht - welch Wunder - trotzdem ganz passabel seine Muttersprache. Es gibt Menschen, die mit anderen Tätigkeiten ihr Geld verdienen. 


Mehrere Fragewörter gleichzeitig kennenlernen?

Meistens wollen die TeilnehmerInnen mehrere Fragewörter gleichzeitig kennenlernen. Stoppen Sie das, weil sie sie hinterher manche oder alle Fragewörter durcheinanderbringen. Didaktisch sinnvoller ist es, jede Woche ein anderes zu trainieren, da dann auch der Zeitabstand vom Gehirn assoziativ genutzt werden kann.

Gerade bei den Wörtern How und Who (wegen der Aussprache), bei Whose und Which sowie bei Who und Where (jeweils inhaltlich) ist dies oft der Fall. Am leichtesten verwechselt werden natürlich: Who = Wer und Where = Wo.

Unser Gehirn assoziert Wörter und anderes am besten mit allen Sinnen: Mit dem Wetter an diesem Tag, besondere Geräusche, Gerüche, Gefühle etc. Diese Sinneswahrnehmungen werden mit - bleiben wir beim Thema Fragewörter - intuitiv mit einzeln Fragewörtern verbunden.

Trainieren Sie beispielsweise who und where an einem Tag mit den selben Sinneseindrücken, haben die Teilnehmer unbewußt mehr Arbeit diese auseinander zu halten als wenn “who” bei Sonne und “where” bei Regen trainiert werden.

Offene oder geschlossene Frage - das ist hier die Frage.

Machen Sie den Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Fragen klar. Die Frage ist ein wichtiges Steuerungsmittel im Gespräch. Geschlossene Fragen ziehen Kurzantworten nach sich, offene Fragen im allgemeinen ausführliche Antworten.

Haben wir z.B. Verständnisprobleme, bieten sich geschlossene Fragen eher an als offene, da wir die Antwort gewissermaßen in die Frage mit einbauen können. Einem wortkargen Menschen dagegen müssen wir eher offene Fragen stellen, um ihn sprachlich zu aktivieren.

Bei Fortgeschrittenen brauchen wir die Fragewörter nur kurz wiederholen. Dass man Hilfsverben benutzt ist meist bekannt - aber eben nur theoretisch. Nur die wenigsten können spontan eine Frage stellen, die unmißverständlich ist.

Hauptproblem auch hier oft: Statt "did" für die Vergangenheit wird "do" benutzt. Statt Theorie: Besser trainieren, trainieren, trainieren.

Fragen stellen.

Fragen stellen zu können, ist aufgrund der Hilfsverben und Satzstellung für unsere Teilnehmer/innen meist eine Herausforderung. Deshalb: Trainingspunkt JEDE Woche.

In diesem Video lässt sich auch sehr gut erkennen, wie entspannt Fehler kurz verbessert
und humorvoll aufgefasst werden. 

Achtung.

Wenn Trainer Inhalte trainieren, die seinen TeilnehmerInnen theoretisch bekannt sind, glaubt er, sie mit dem Training dieser Inhalte zu langweilen und meint Neues "lehren" zu müssen. Machen Sie diesen uralten Lehrerfehler bitte nicht bei OK.

Denn dieser Eindruck ist falsch: Erst das Training, die Wiederholung, befähigt zum spontanen Sprechen, der langersehnten Umsetzung der Theorie. Sie macht (selbst-)sicher, spontan und motiviert. Wenn Sie dennoch unsicher sind, fragen Sie doch einfach: "Langweilt es Sie, wenn wir wiederholen?"

Aber selbst das führt oft in die Sackgasse. Da Teilnehmer glauben und wissen, es verstanden zu haben, gehen manche irrtümlich davon aus, dies auch sprechen zu können. Kommt tatsächlich die Antwort: “Das kennen wir schon”, ist es interessant, die Teilnehmer einige Sätze sprechen zu lassen, die diesen Grammatikpunkt enthält.

Das Ergebnis ist für die Teilnehmer ernüchternd für den Trainer aber erhellend. Wir lernen daraus: Gehört ist nicht verstanden, verstanden ist nicht gemerkt, passiv gemerkt ist nicht gleich spontan abrufbar, spontan abrufbar ist nicht gleich gesprochen. Zwischen dem ersten und dem letzten Punkt liegt viel Training und Wiederholungarbeit.

Vereinfachen, reduzieren Sie den Satzbau:

Bei der Aussage - normaler Satz - steht am Satzanfang:

- Die Person - wer tut es?
- Die Tätigkeit - was wird getan?
- Der Ort - wo wird etwas getan?
- Die Zeit - wann wird etwas getan

Bei der Frage stellen wir das Hilfsverb (do, does, did evtl.) voran.
Bei der offenen Frage stellen wir dem noch das Fragewort voran. Fertig!

Fragestellung - Jeder Teilnehmer nimmt eine Vokabelkarte ...

... und baut das englische Wort in eine kurze, einfache (deshalb kommunikative) Frage ein wie z. B. Teilnehmerin fragt:

- “What do you dream?”
- “Do you drive home?”
- “Why do you help?”
- “Do you fly to Paris?”
- “When do you eat?”
- “Do you work here?”

Es gibt Spiele und Übungen zu deren Unterstützung wir Vokabelkarten einsetzen. Welche sind das?

- Definitions
- Fragestellung
- Vokabel-Wiederholungs-Training
- Vokabeltraining.

Wie viele Karten geben wir einer TeilnehmerIn pro Satz bzw. Übung?
Wir geben jeder Teilnehmerin nur 1 Karte. Grund: Hat man mehrere Karten, fällt das Konzentrieren auf eine Karte und die Auswahl schwer. Man mischt und mischt, da jede Karte im ersten Moment schwer erscheint und man mit jedem neuen ein leichteres Wort erhofft.

Problematisch für TeilnehmerInnen: An das "do" in der Frage denken.
Wir erklären, dass "do" "tun" heißt, zeigen aber auch, wie wichtig das "do" ist, wenn wir Fragen stellen, in denen wir nach einer Tätigkeit fragen.
Die Form der englischen Frage entspricht schlechtem Stil in der deutschen Sprache, hilft aber den Unterschied zu erkennen und zu merken: "Tust du singen?" = "Do you sing?"

Lassen Sie jetzt Ihre TeilnehmerInnen Tätigkeitswörter nennen, die Sie an das Board schreiben und mit denen Sie Fragen zunächst mit "you" stellen: "Do you sleep?" Die TeilnehmerInnen antworten stets mit: "Yes, I do!"

Je mehr Sie vereinfachen - das gilt bis zum Level A3 - je mehr danken es Ihnen Ihre TeilnehmerInnen. Glauben Sie bitte nicht: Je anspruchsvoller je besser. Es ist umgekehrt und wird mit Resignation, leeren Kursen und Fluktuation “honoriert”.

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