OK-Trainings-Mix - 2. Grammatik


... your English-Job-Boosting!

So vermitteln wir Grammatik bei OK - gnädig. 

Erklären Sie neue Grammatik in kurzen, verständlichen Sätzen; dann sprechen die TN, das bedeutet, sie wenden sofort an.

Lateinische Begriffe vermeiden Sie bitte unbedingt auch wenn Teilnehmerinnen Abitur haben und sich anfangs einige intellektuell geben wollen.
Es gewinnen nicht die Trainer/innen, die sich am wissenschaftlichsten ausdrücken und intellektuell wirken, sondern die, die Zusammenhänge am einfachsten darstellen. Und sie werden auch eher dafür geschätzt. Die vereinfachte Darstellungsweise unterscheidet übrigens auch den Lehrer vom Trainer.

Niemand wird Ihnen etwas Negatives sagen, wenn Sie sich umständlich ausdrücken oder lateinische Begriff verwenden. Man kennt Unverständliches von der Schule, es ist normal. Sie werden es spätestens dann erkennen, wenn Ihre Gruppe sich nach und nach in Luft auflöst, nachdem Teiln. immer öfter fehlen, dann völlig wegbleiben und nicht verlängern. Man muss die dieselben Fehler nicht immer wieder machen.

Die Kunst: Komplexes vereinfachen statt umgekehrt. Denn: Wir sind NICHT in der Schule / Uni und keine Behörde. Alternativ zur neuen Grammatikeinheit wiederholen Sie Grammatik aus vorherigen Trainings.

Vermeiden Sie in jedem Fall langatmige Ausführungen, die Ihre ZuhörerInnen schnell müde und passiv werden lassen. Gerade nach Feierabend ist dies sehr wichtig zu beachten. Dynamik steht immer VOR allem anderen. Vergleichen Sie Ihr Training mit einer Talk-Show. Sie moderieren, ermuntern, Ihre Gäste sprechen.

Grammatik im OK-Trainings

So viel wie nötig - so wenig wie möglich.

Orientieren wir uns daran, wie Muttersprachler sprechen. Auch sie schöpfen nicht das gesamte sprachliche Spektrum aus. Berufstätige wollen sich auf Englisch verständigen können.
Schnell, einfach, wirkungsvoll.

Was sie NICHT wollen: Anglistik studieren oder ein Grammatik-Profi werden.

Sitzende Trainer - stehende Trainer

Übrigens gelten während des Trainings stehende TrainerInnen als dynamischer und mitreißender als sitzende. Es gab Trainer, die im Sitzen an das Board schrieben, ohne aufzustehen und aus Bequemlichkeit nur die untere Hälfte beschreiben konnten. Seltsam. Teiln. wechseln dann gerne die Gruppe, da das Training statisch wirkt und ist.

Lassen Sie Ihre TN während dieser Einheiten soweit wie möglich zusammenhängend sprechen, damit sie Sicherheit mit dem gewinnen, was sie bereits können. Verbessern und unterbrechen Sie nur bei Fehlern, die zu Missverständnissen führen.

Wann unterbreche ich, wann korrigiere ich Fehler

Vermeiden Sie lateinische Begriffe, verwenden Sie deutsche Wörter für Grammatikerklärungen (wenn überhaupt!!! - sie sind meist gar nicht nötig, wenn Sie praxisnahe Beispiele bringen). Dann können ALLE Ihre Erklärungen gut verstehen und sich ganz auf den Inhalt konzentrieren.
Verständigung statt Verschlüsselung

Auch wenn unsere TeilnehmerInnen gebildet und intelligent sind, beschäftigten sie sich in den letzten Jahren/Jahrzehnten nicht mit Sprache als Wissenschaft. Bitte bedenken Sie dies und vermeiden Sie unnötige gedankliche Umwege in die Schulwelt.

1. Preis: TrainerIn, die sich einfach und verständlich ausdrückt: 
"Eine Frage beginnen wir mit dem Wort "do" wenn wir nach Tätigkeiten fragen. Tätigkeiten sind Wörter wie gehen, fahren, essen, trinken.
Beispiel: Do you eat?"
Jetzt die Aufforderung an Ihre TeilnehmerInnen: Sie: "Trinkst Du Milch?"
TeilnehmerIn: "Do you drink milk?"

Verzweiflung bei den TeilnehmerInnen: Was ist "Infinitiv", was ist "to be", warum sagt der Lehrer wir nehmen "to be" und sagt dann "are you.."?
Nun folgen Erklärungen und Ausnahmen des Lehrers ohne Ende, die TeilnehmerInnen sind mutlos: "Das verstehe ich nie!" Menschen können sich dies kaum merken, geschweige denn selbstständig reproduzieren. Vorher geben sie lieber auf.         

Grammatik und Vokabeln in leichten, kurzen Sätzen erklären

Nutzen Sie immer kleine Abschnitte wie die Absätze dieser Texte. Schliessen Sie direkt eine Übung an.
Nur dann können Ihre TeilnehmerInnen die Lerneinheit sofort verstehen und anwenden. Sie schaffen damit zuverlässige Lernerfolge, die den Kopf für neue Denk-Schritte freimachen.

Während des Trainings werden Sie die individuellen Unsicherheiten in der Grammatik der TeilnehmerInnen heraushören.
Regelmäßig wiederkehrende bzw. offensichtliche Schwächen (z.B. Zeitenfolge) sollten Sie didaktisch aufbereiten und als Grammatikeinheit während der Stunde besprechen und natürlich - sofort aktiv trainieren.

Unvorbereitet ist professionell, aber nur mit Trainings-Mix als `roter Faden´.

Sich als Trainer nicht vorzubereiten wirkt vordergründig unprofessionell. Erkennt man das OK-Prinzip wirklich und im Detail wird jedoch klar:
Wer sich vorbereitet, möchte das Vorbereitete auch durchführen. Unser Ziel ist es aber, aktuelle Sprach-Probleme unserer TeilnehmerInnen spontan zu erkennen und spontan zu lösen. Wir möchten direkt auf die aktuellen sprachlichen Wünsche eingehen können.

Wir streben keine von Sprach-Wissenschaftlern, Sprachbuchautoren und Staatssekretären gesetzten Ziele an, sondern DAS ZIEL unserer Kunden u. TeilnehmerInnen.

Das heißt: Sprechen können, spontan ohne Sprech-Hemmungen. Hier ist kein Platz für Perfektionsgehabe. Natürlich ist Ihnen aber immer Ihr Trainings-Mix als Trainings-Gerüst abrufbar. Ihr roter Faden durch ein professionelles Training.

Nutzen Sie es, wird keinem Teilnehmer etwas fehlen. Über Trainer, die sich nicht daran halten, da sie natürlich ohne Buch arbeiten, höre ich dann manchmal: “Es wirkt, als ob er kein Konzept habe” oder “Er ist meist unvorbereitet!”

Diese Vorwürfe werden seltenst direkt an den Trainer adressiert, selbst wenn dieser die Teilnehmer befragt. Sie gelangen leider immer erst über Umwege zu mir. Das ist schade, weil es unnötig ist und wir wissen, wie wir es besser oder sogar sehr gut machen können.

Mit Kenntnis und DURCHFÜHRUNG des Trainings-Mix haben Sie Ihre Vorbereitung immer vollautomatisch erledigt, haben immer einen “roten Faden”, haben immer ein Konzept. Aus dem Stand, spontan und gleichzeitig überzeugend. Lediglich die einzelnen Punkte füllen Sie aus mit den Inhalten des letzten Trainings, die leicht modifiziert immer weiter entwickelt werden. Je nachdem, wie die Gruppe es zulässt. Ohne Zeitdruck. Es geht um “können” nicht um “kennen”

Grammatik - das rote Tuch der Schulzeit.

Da wir trainieren und nicht lernen, werde ich persönlich nicht müde, das Wort lernen zu vermeiden. Besser ist es immer, etwas laut zu sprechen, statt es nur zu lesen oder zu schreiben. Am effektivsten ist es, sprachlich aktiv zu handeln, das heißt eigenständig englische Sätze zu “erfinden” und dann zu sprechen. Aktiv auf Fragen zu antworten. Das sind effektive Trainingseinheiten, die jeder nutzen kann, OHNE Gesprächspartner, OHNE Buch etc.

In meinen Trainings und andere clevere Trainer/innen tun dasselbe, wird auch das Grammatik-Training nicht ausdrücklich angekündigt. Lehrer, die immer wieder betonen, ohne Grammatik geht es nicht, haben recht. Aber man muss es doch nicht immer ankündigen und Spaßverderber sein. Es ist auch gar nicht nötig.

Ein guter Trainer hört einen Fehler, merkt ihn sich und greift dies später als Grammatik-Kurz-Thema auf. Kurze Erklärung mittendrin, dann einige Übungen fertig.

Es ist grundsätzlich nicht nötig zu wissen, was eine Gruppe gelernt hat, es ist nicht relevant. Wichtig ist, was sie kann und was es noch zu trainieren gibt. “Herr Kollege, welche Lektion haben Sie gerade in der Klasse?”, gehört bei OK in die Museums-Abteilung.

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