Situationen, die Teilnehmer/innen ärgern:


... your English-Job-Boosting!

Typisch:

- Die Urlaubsregelung ist trotz schriftlicher Informationen nicht hinreichend bekannt und führt zu Verwirrung und unnötigen Diskussionen.
- Entschuldigte Fehlstunden wurden nicht bemerkt.
- Abweichungen des selbst errechneten Stundenkontos zu der OK-Belegungsliste.

1. TeilnehmerInnen ist manchmal nach einiger Zeit nicht mehr bewusst, welche Preisgruppe sie auswählten und wie viele versäumte Stunden sie an das Kursende anhängen können. Dass dies unabhängig von der Nachholmöglichkeit im Parallelkurs ist, die grundsätzlich mengenmäßig nicht limitiert ist (aber am Kursende abgeschlossen sein muss), sehen sie nicht.

2. TeilnehmerInnen entschuldigen ihr Fehlen oft telefonisch im Büro. Dies wird Ihnen als Trainer direkt per E-Mail mitgeteilt. Erhalten Sie das E-Mail aus irgendeinem Grund nicht oder sehen versehentlich nicht nach,  ob neue Nachrichten kamen, reagieren manche TeilnehmerInnen von enttäuscht bis verärgert, sobald der Trainer beim nächsten Besuch verwundert schaut oder gar fragt, wo er/sie das "letzte Mal" war.

Vermeidbar, wenn Sie clever reagieren. Sie sollten über die Teilnehemer-Liste auf dem Tablet in der Filiale  immer informiert sein. Sollte es doch einmal vorkommen, dass Sie es nicht sind, zeigen Sie es dem Teilnehmer wenigstens nicht direkt.

3. Sie haben die Anzahl der noch möglichen an das Kursende anzuhängenden Trainingsstunden, die abhängig ist von der selbst gewählten Preisgruppe, nicht richtig in Erinnerung.

Die meisten TeilnehmerInnen merken sich nur die tatsächlich genutzte Trainingsanzahl. So haben beispielsweise seit Kursbeginn bereits 8 Trainings statt gefunden, die Teilnehmerin aber nur 5 genutzt und 3 Mal gefehlt.

Also sagt sie, dass doch jetzt das 5. Training habe und kann überrascht, enttäuscht oder verärgert sein, wenn sie hört, sie habe bereits das 8. Training, obwohl sie doch versäumte Trainings nachholen dürfe.

JA, das darf sie gerne. Die 4 Gutschriften werden an das Kursende angehängt. Weitere versäumte Trainings kann sie im Parallelkurs nachholen. Besser ist es immer, ALLE versäumten Trainings im Parallelkurs nachzuholen. Damit man im Sprechtraining bleibt.

Schreiben Sie viel - schreiben Ihre TeilnehmerInnen viel.

Wie im Trainingsbereich "Trainings-Erfolg" gibt es mehrere Erfolgsfaktoren, damit Ihre TeilnehmerInnen nicht nur 1 sondern mehrere Kurse bei Ihnen belegen:

Schreiben Sie viel - schreiben Ihre TeilnehmerInnen viel. Wollen wir schreiben trainieren? Nein! Deshalb versuchen wir, unsere TeilnehmerInnen zu "entwöhnen" !

Weg vom schulisch einstudierten Mitschreiben, hin zum aktiven Sprechtraining. Wer will TATSÄCHLICH zuhause (!?) 10 Grammatikregeln und 80 aufgeschnappte und mitgeschriebene Wörter lernen und noch schwieriger: aktiv sprechen???

Selbstverständlich gibt es - wie immer - einen Mittelweg. Es ist natürlich erlaubt, Wörter mitzuschreiben (ca. 10 - 20!?) oder kurze Grammatik-Beispielsätze. Denn natürlich lernen wir alle auch visuell. Der Punkt ist aber, dass zuviel Mitschreiben wertvolle AKTIV-SPRECHZEIT stiehlt.
Man muss NICHT JEDES DUSSELIGE WORT mitschreiben, das man hört. 

Hinzu kommt, dass auch nicht alle Wörter gleich wichtig sind. Es gibt Wörter, die benötigt man alle 10-20 Jahre. Nun wirklich kein Grund Trainingszeit zu verplempern. Sie sehen, wir denken und trainieren wirtschaftlich. Zwei “Englisch-Fachleute” (ich nenne absichtlich keine Studienfächer oder Berufsbezeichnungen) können sich durchaus eine halbe Stunde und länger über Herkunft und Bedeutung eines Wortes diskutieren.
Bitte nicht mit unseren TeilnehmerInnen, die dafür bezahlen.

Lassen Sie Ihren Teilnehmer/innen genug Freiraum -

Möglichkeiten, frei sprechen zu können. Auch AnfängerInnen können in stark begrenztem Umfang, frei Englisch sprechen - wenn man sie lässt.

Da wir nicht die Perfektion der Sprache trainieren, sondern die Spontanität, ist dauerndes Verbessern unnötig, bzw. hinderlich und demotivierend. Nur wenn sich Ihre TeilnehmerInnen selbst sprechen hören und erleben, bekommen sie Selbstvertrauen in der Sprache.

Das motiviert! Über Fehler können wir TrainerInnen und die TeilnehmerInnen hinwegsehen. Sich nicht trauen zu sprechen blockiert. Die erste Hürde, die wir gemeinsam überwinden müssen. Was nützt alles Wissen, wenn es nicht über die Lippen kommt?

Was nützt die Theorie, wenn ich sie nicht umsetzen kann? Was nützt mir ein Hochschuldiplom, wenn ich damit und meinem Wissen und Fähigkeiten  nicht meinen Lebensunterhalt verdienen kann?

Vorurteile demotivieren und bringen Probleme!

Steuern Sie rechtzeitig dagenen. Beinahe jeder Mensch hat - unterschiedlich ausgeprägt - Sprechhemmungen. Meist beschränken sich diese auf die Fremdsprache, weil man sich unsicher fühlt, glaubt wegen seiner Fehler ausgelacht zu werden.

Wichtig ist, dass wir diese Angst ernst nehmen und nicht oberflächlich behandeln und kommentieren. Merken TeilnehmerInnen, dass man diese sehr tiefsitzende Angst nicht ernst nimmt, verlieren sie das Vertrauen und schleichen sich aus.

Ausschleichen heißt: Sie kommen erst unregelmäßig, dann gar nicht mehr. Je kompetenter und informierter Sie bei diesem Thema auftreten, desto sicherer sind Ihnen Ihre TeilnehmerInnen.

Das Vorwegnehmen, das Zeigen "Ich kenne diese Angst persönlich!" fördert ihr Vertrauen: "Sie versteht mich, sie kann mir helfen..."

Sind TeilnehmerInnen bei einer Auslandsreise sprachlich allein auf sich gestellt, sind sie oft spontan, wissen sich zu helfen. Problematisch wird es meist dann, wenn hier wie dort Personen auftreten, von denen sie wissen: "Die anderen sprechen besser Englisch als ich!" Die Vergleichbarkeit verunsichert und führt zu Hemmungen oder Denk-Blockaden bis zur Sprechunfähigkeit. 

"Ich verstehe mehr Englisch als ich spreche!"

Kein Vorurteil sondern eigentlich selbstverständlich. Jeder Mensch hat - selbst in der Muttersprache - einen höheren passiven (Wörter, die ich verstehe) als aktiven Wortschatz (Wörter, die ich spreche).

Durch konsequentes Sprechen wird dieses Missverhältnis etwas entschärft, kann aber naturgemäß nie ausgeglichen sein.
Beinahe jeder TeilnehmerIn sagt Ihnen den Satz aus dieser Überschrift. Gehen Sie darauf ein, zeigen Sie sich kompetent, indem Sie zeigen, dass Ihnen dieses Naturgesetz sehr bewußt ist und im Training sehr beachtet wird.

”Ich vergesse immer die Wörter”

Alle die in dieser Trainings-Sequenz gezeigten Vor-Urteile und Blockaden haben eines gemeinsam: Die TeilnehmerIn wähnt sich mit einem oder mehreren Problemen meist völlig allein, glaubt sich in einer "Inselsituation". Ich bin die einzige, die davon betroffen ist.

Wichtig? Zeigen Sie bei dieser wie bei den anderen Aussagen stets auf, dass andere, meist sogar in der gleichen Gruppe, exakt das gleiche Problem auch haben.

Bieten Sie die Möglichkeit, während des Trainings auch in Englisch - darüber zu sprechen. Nicht als großes Thema - beiläufig!

Bieten Sie diese Bühne, das schafft Vertrauen, Stärke. Denn - Gemeinsamkeit macht stark. Mit ihrem Problem Alleingelassene dagegen schleichen sich aus, geben auf, sei die TrainerIn noch so "gut". Konzentrieren Sie sich zu sehr oder ausschließlich auf die Sprache und nicht auf die Teilnehmerprobleme, verlieren Sie früher oder später Ihre Teilnehmer/innen.

Infos zum Thema "vergessen"

Vermitteln Sie Ihren TeilnehmerInnen, dass nicht jedes Wort in Erinnerung bleiben muß. Trainieren Sie, ein Bewusstsein für die Effizienz von Wörtern zu entwickeln.

- Welche sind wichtig, weil ich sie flexibel und häufig einsetzen kann?
- Welche sind vielseitig und wert, im Gedächtnis behalten zu werden?
- Welche brauche ich zu selten - so daß ein Vergessen programmiert ist.

Gut ist es, zu 80% Wörter zu lernen und zu trainieren, die man auch zu 80% im täglichen Leben nutzt (Pareto-Prinzip, statt zu 80% Wörter zu lernen, die man nur zu 20% benötigt).

Aus praktischer Sicht unsinnig ist es, mit hohem Aufwand “exotische” Inhalte und Zeiten trainieren zu wollen, die bei einem Durchschnitts-Muttersprachler (durchschnittliche Bildung) nur zu 5% im täglichen Leben genutzt werden.

Man mache sich deutlich, daß man in einem durchschnittlichen Job oder bei einem Auslandsbesuch im allgemeinen Tagesprobleme lösen muss und sich nicht täglich mit Hochschulprofessoren auf höchstem intellektuellen Niveau unterhält.

Copyright 2018, OK-Englisch-Training, Harald Schneider
Impressum - AGB - Datenschutzerklärung