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Tipps an Trainer/innen für die schwierigsten Level A0-A2:

Fortgeschrittenere Teilnehmer/innen, die wenigstens theoretisches Schulenglisch als Basis für den Sprechpraxis-Aufbau nutzen können sind leichter zu trainieren. Dies ist die Mehrheit unserer Kunden. 

Für erwachsene Teilnehemr/innen mit sehr wenigen Vorkenntnissen dagegen ist es schwierig, grammatikalische Gegebenheiten rational nachzuvollziehen (z.B. die Ordnungszahlen oder das Passiv). Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass Sie viele Praxisbeispiele geben und damit zeigen, dass man dies so auch im Deutschen sagt.

Einige werden sonst z.B. behaupten, dass sie die eine oder andere Grammatik nie benutzen, z.B. nie einen Satz im Passiv sagen. Die Anwendung ist ihnen nicht bewusst, umso schwieriger wird das bewusste Umsetzen vom Deutschen ins Englische.

Das Alphabet ist ein wichtiges Kommunikationsmittel, deshalb sollte es regelmäßig trainiert werden. Sprechen Sie Ihren TN die Buchstaben vor, diese sprechen sie nach. Nehmen Sie immer nur bis zu 6 Buchstaben pro Stunde. Wiederholen. Dann die nächsten 6 Buchstaben. Schwierigkeiten bereitet vor allem das Unterscheiden der Buchstaben. Diese sollten Sie separat notieren und besprechen.
a -e - i sowie
g -h - j
x- y - z
Da alle diese Schwierigkeiten haben, werden Sie hier wie auch bei anderen typischen Problemen für Deutsche, als sehr kompetent für das PERSÖNLICHE Problem angesehen, wenn Sie diese jeweils ansprechen.

Je nach Level wiederholen Sie langsam mit Ihren TN die Zahlen 1 bis 10, dann in einem 2. Training die Zahlen von 11 bis 20. 1 bis 10 sind größtenteils bekannt, müssen nur noch spontaner einfallen. Lücken sollen ausgeglichen werden.11 bis 13 müssen intensiver trainiert werden, vor allem die 13 und 30 weil thir- von three abweicht. Darüber hinaus gibt es generell Probleme bei der Unterscheidung der Endungen -teen und -ty (Merkhilfe für Zahlen von 13 bis 19: TEENager = Alter von 13 bis 19) Trainieren Sie intensiv 13 bis 30, 14 bis 40, 15 bis 50 u.s.w.
Zahlen lassen sich gut mit den Spielen üben. Hier haben sogar Fortgeschrittene Probleme.
Ordnungszahlen:

Wie bei den Grundzahlen ist auch hier wichtig, dass die TN trainieren, die Endungen -teen und -ty zu unterscheiden. Dann müssen Sie dem/r Erwachsenen zu zeigen, wann er/sie Ordnungszahlen im täglichen Leben verwendet: Datum (3. Oktober), Nennung des Ranges (sie war die 5.), Geburtstage (ihr 54. Geburtstag) u.s.w. Sie schreiben zuerst nur die ersten drei ans Board: first-second-third Wiederholen Sie noch einmal in Deutsch, wann und warum diese Zahlen benutzt werden. Geben Sie Beispiele.

Der second-hand-Laden ist fast jedem/r ein Begriff. "Durch die Anhängsel-st -nd -rd werden die Zahlen zu Ordnungszahlen, sie entsprechen dem Punkt nach der Zahl im Deutschen." So leuchtet das Ihren TN ein. Beispiel am Board: 1.=firST=1st. Mit gebogenen Pfeilen verbinden Sie den Punkt an der 1 mit den Endungsbuchstaben ST und dann weiter zu st an der 1st.Trainieren Sie dies an einigen Beispielen. Dann sehen Sie sich die Zahlen 4. bis 20. an, die alle auf-th enden. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf 11th 12th 13th als Ausnahmen.

Natürlich wundern sich die TN, daß diese nicht auf -st, -nd, -rd enden, weil sie doch mit 1, 2, 3 enden. Parallelen gibt es im Deutschen: Man sagt ja auch nicht "der einundzehnte" u.s.w. Spielen Sie die Spiele zur Übung auch mit Ordnungszahlen. Ordnungszahlen können Sie immer wieder trainieren, in jedem Kurs, da selbst Fortgeschrittene sie im spontanen Gespräch verwechseln oder sich momentan gar nicht erinnern. Das aktuelle Datum bietet sich in jeder Trainingsstunde an.

Sie erklären den TN den Unterschied zwischen each / every:
jede/r/s Einzelne für sich betrachtet each He gave a book to each boy.
jede/r/s ohne Ausnahme every Every member was at the meeting.  

Bitte  lassen Sie die Teilnehemr/innen viele eigene Beispiele finden. Some bedeutet "einige(s)" oder "etwas". Wir benutzen das Wortsome mit der Annahme, daß etwas wirklich vorhanden ist. Dasselbe gilt für die Zusammensetzungen mit -one, -thing, -where, -time

Any bedeutet "nichts" bzw. "niemand" u.ä. Wir benutzen any immer anstelle von some, wenn ein not im Satz steht ("Ichsehe etwas." - I see something. / "Ich sehe nichts." - I do notsee anything.)

In der folgenden Stunde erklären Sie erst, daß 2. any = irgend heißen kann. In diesen Fällen benutzen wir any natürlich auch in bejahten Sätzen - immer dann, wenn wir uns nicht festlegenwollen oder müssen ("Welches Pralinchen darf ich nehmen?" -Take any!) Much bedeutet "viel" und beschreibt eine Menge, deren Einzelteilemuchman nicht zählen kann (Regen).

Many bedeutet "viele" und beschreibt eine Anhäufung von many einzelnen, individuell unterscheidbaren Elementen (Regentropfen). Erklären Sie erst in der folgenden Stunde die Gegenteile
little = wenig und
few = wenige
Die TN assoziieren mit little fast immer nur "klein". Es dauert normalerweise relativ lange, bis sie little auch im Sinne von "wenig" anwenden: wiederholen mit vielen Beispielen.

Da die vorgenannten Beispiele nur einen kleine Auswahl darstellen, können Sie bei Bedarf und Wunsch den ausführlichen Grammatikteil
hier nachlesen. Da wir auch für offizielle Stellen, Behörden etc. tätig sind, gibt es einen genauen Ablaufplan für Mitarbeiter von Behörden
als "Lehrplan". Diesen können Sie hier als PDF herunterladen.

Bei unseren berufstätigen Teilnehmer/innen aus der freien Wirtschaft und in Inhouse-Trainings kommt dieser selbstverständlich nicht zur Anwendung, da er viel zu starr ist und zu wenig auf den Einzelnen mit seinen individuellen Zielen eingehen kann. Als Grammatikhilfsmittel
hat es zur Orientierung jedoch durchaus seinen Sinn. 


Nachteil eines Lehrplans ist grundsätzlich, dass chronologisch Themen/Lektionen abgearbeitet werden, ohne Rücksicht darauf, ob die Menschen
alles verstanden, es sich danach gemerkt haben und - das Wichtigste - alles sicher und spontan sprechen können.  

Manche Themen werden so in unseren Trainings dagegen jede Woche wiederholt, weil sie wichtig aber auch gleichzeitig problematisch für Teilnehmer/innen sind. Andere Themen können eher vernachlässigt werden, wenn Sie relativ selten im Sprachgebrauch vorkommen.
Mit Lehrplan oder Lektionen-Denken würde dies völlig untergehen.


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