OK-Trainings-Mix: 3. Sprach-Spiele


... your English-Job-Boosting!

Sprach-Spiele

Es gibt eine Reihe von Sprach-Spielen, die sowohl didaktisch die Sprechqualität als auch die Spontanität fördern. Sie helfen außerdem während der Spiel-Zeit soziale Unterschiede in der Gruppe aufzuheben und die Chancen Aller besser zu verteilen und die Rollen, die jeder im Leben und im Kurs "spielt" neu zu verteilen.

Wenn wir spielen, werden wir spontan.

Ein Großteil aller TeilnehmerInnen hat große Sprech-Hemmungen oder strebt unbewusst Perfektion in der Sprache an.
Dies führt dazu, dass selbst ein "fertig gedachter Satz" sicherheitshalber noch mehrmals überdacht wird , bevor er dann - meist mit riesiger Zeitverzögerung - den Weg zu seinen ZuhörerInnen findet.

Spiele verführen zu Spontanität. Verleiten dazu, zu sprechen, ohne lange nachzudenken. Ungewöhnlich für eine Schule, aber genau das, was wir bei OK möchten. Je mehr der Mensch spricht, desto mehr übt, trainiert er. Je mehr er trainiert, desto freier und spontaner, gewandter wird er.
Ein sehr beliebtes Wortspiel, läuft von TeilnehmerIn zu TeilnehmerIn, ohne jemanden auszulassen, geht folgendermaßen:

Die 1. TeilnehmerIn in der Runde sagt ein englisches Wort, die nächste TeilnehmerIn beginnt mit dem letzten Buchstaben des Wortes ein neues Wort. Bsp.: happy - yesterday - yawn - never - rest - thursday - yellow .....

Dieses Spiel können bereits Anfänger spielen (man ist überrascht), für Fortgeschrittene lässt es sich abwandeln, indem man es auf Wortarten beschränkt (Bsp.: nur Hauptwörter, Tätigkeiten, Eigenschaften).

Das Spiel bietet sich für die letzten 5-8 Minuten an, da es jeder kann, es positive Gefühle erzeugt, lustig sein kann und so einen positiven Abschluß des Trainings bietet. Sehr, sehr wichtig. Denn nächste Woche knüpfen Ihre Teilnehmerinnen gedanklich daran an und entscheiden, ob sie kommen oder bequemerweise wegbleiben. Das Spiel ist sehr beliebt und daher ideal für unsere Zwecke.

Das Spiel ist sehr beliebt, da schnell zu begreifen.
Bitte vorab den TeilnehmerInnen den Nutzen erklären: Spontan werden, Wortschatzaufbau, Schreibweise eines Wortes.

Es sollte regelmäßig jede Woche gespielt werden. Erwiesenermaßen wird es nicht langweilig, wenn der didaktische Nutzen von Ihnen genannt wird.
Bitte den TeilnehmerInnen NICHT jede Woche neue Spiele anbieten. Gu gemeint: Um sie nicht zu langweilen, ihnen Neues zu bieten.

`Viel bieten´ bedeutet in unserem Fall stets: Erschreckend Ungewohntes hemmt die Spontanität. Effekt: Überforderung, Verunsicherung, lange Denk-, Sprech-, Handlungspausen, die wiederum unangenehme Gefühle bei TeilnehmerInnen und TrainerInnen entstehen lassen. Lange Denkpausen, wenig Sprechaktivität der TeilnehmerInnen machen das Training dann unattraktiv.

Abwandlung des Spiels:
Auf fortgeschrittenem Level kann - muss aber nicht - das Spiel abgewandelt und anspruchsvoller werden, indem nicht wahllos Wörter gefunden, sondern auf Wortarten beschränkt gesucht wird.
Statt: happy - yellow - witch - handsome - exit- ...;
abgewandelt mit Eigenschaften: hungry - young - golden - near ...;
abgewandelt mit Tätigkeiten: drive - eat - take - enter - recognize ...

Eigentlich sind aber immer alle total glücklich, wenn des Bekannte wieder kommt und Sicherheit vermittelt. Der Mensch will einfach nicht immer wieder als Depp vor anderen dastehen, wenn ein immer wieder neues Spiel vorgestellt wird, das man nicht sofort begreift.,

Beruferaten.

Für das beliebtes Spiel für Fortgeschrittenere ab Level A2 denkt sich eine TeilnehmerIn einen Beruf aus, den die anderen erraten sollen.
Dabei kommt es nicht darauf an, wie schnell er erraten wird, sondern wie gut die Fragen gestellt, wie die Möglichkeiten systematisch mehr und mehr eingeschränkt werden bis zum Schluss nur noch ein Beruf übrigbleibt.

Derjenige, der den Beruf errät, denkt sich den nächsten Beruf aus. Ein gutes Training, um systematisch gezielt Fragen stellen zu können. Auch der, der antwortet, sollte dies mit korrekten Sätzen tun und nicht nur alles mit "No u. Yes" abtun.
Mögliche Fragen: Do you work at night? Do you wear a special dress?
Did you study? Where do you work - inside or outside? ...

“Tell a story”

Stellen Sie sich vor, Sie seien, zusammen mit Ihren TeilnehmerInnen, ein Autorenteam, das eine Story erzählen möchte. Eine TeilnehmerIn beginnt die Story mit einem Satz ... die nächste TeilnehmerIn ergänzt den angefangenen Satz der VorgängerIn (auch das geht) oder hängt einen weiteren Satz an, der die Geschichte fortsetzt. .
Teilnehmer A: "I was in a shop yesterday ..."
Teilnehmer B: "I met a very nice guy!"
Teilnehmer C: "He invited me for lunch..."
Teilnehmer D: "After a while and a good talk he noticed, he had no money in his purse."
Teilnehmer E: "I became angry, left the restaurant. followed by the waiter."
Auch Sie als Traier beteiligen sich aktiv dabei. So läuft die Story immer weiter, Runde um Runde. Wichtig ist dabei immer, dass die Story aus der Perspektive einer Person erzählt wird, obwohl es mehrere Teilnehmer sind. 

“Tell a sentence”

Diesmal stellen Sie sich vor, Sie seien, zusammen mit Ihren TeilnehmerInnen, wieder ein Autorenteam, das einen Satz sagen möchte.
Eine TeilnehmerIn beginnt den Satz mit einem Wort ... die nächste TeilnehmerIn ergänzt den angefangenen Satz der VorgängerIn und hängt einen weiteres Wort an, das den Satz fortsetzt.

Zur intensiveren Übung bietet es sich an jede TeilnehmerIn die Worte der jeweiligen VorgängerInnen zu wiederholen und dann das eigene Wort anzuhängen. Dadurch wird die richtige Satzstellung - speziell Ort und Zeit am Satzende - spielerisch trainiert.

Bitte Spielnutzen, didaktischen Hintergrund herausstellen: Das Spiel fördert die Spontanität und - wichtig - trainiert die Satzstellung.

“Bingo”

TeilnehmerInnen schreiben in ein selbst gezeichnetes Kästchen mit 9 Feldern jeweils 9 Zahlen aus einem bekannten Bereich (z.B. Zahlen zwischen 1- und 30) Sie als TrainerIn nennen ungeordnet Zahlen aus dem bekannten Bereich, die TeilnehmerInnen gleichen die Zahlen mit denen in Ihrem Kästchen ab.

Bei Übereinstimmung wird die Zahl gestrichen. Wer zuerst alle 9 Zahlen durchgestrichen hat, gewinnt. Nach Bekanntgabe einer Zahl schreiben Sie die Zahl zum Abgleich akustisch-optisch an das Board.

Bei Fortgeschrittenen geht es darum, die entsprechenden Buchstaben an die Zahlen zu hängen, die den Unterschied zwischen Grundzahl u. Ordnungszahl ausmachen, z.B. 5th, 19th, 23rd, 22nd.

Mit Anfängern kann dieses Spiel zur Übung der Zahlen und Ordnungszahlen durchaus öfter nacheinander gespielt werden. Mit Fortgeschrittenen ab Level B1, reicht es, in selteneren Abständen als Training der Ordnungszahlen, die schnell wieder in Vergessenheit geraten.

“I spy with my little eye”

Mit diesem Spiel trainieren Sie auf A1-Level die Frage mit "to be" (bitte im Training nie so nennen - das verwirrt) auf eine sehr einfache, aber auch effektive Art.

Die ständige Wiederholung von "Is it + Vokabel?" unterstützt das Lernen der Frageform (statt "It is ...!") und festigt vorhandenes Vokabular (Eigenschaften, Hauptwörter - bitte nie lateinische Begriffe nennen, das verwirrt ebenfalls) auf spielerische Art.
“Is it a book?” “Yes, it is!” “Is it a table?” “No, it isn´t!”

“Write a postcard”

Training der Verlaufsform: I'm sitting on a bench on a crowded place with many pigeons and tourists. I'm eating a pizza. The sun is shining. I'm looking at a strange high building which is not straight. Where am I? - Antwort: In Pisa.

Mit einem weiteren Spiel trainieren Sie Zeiten. Hierbei sind alle TeilnehmerIn. gewissermaßen Co-AutorInnen einer Geschichte, die in der Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft (vorher festlegen) spielt. JedeR Teiln. sagt einen Satz, der/die nächste (reihum) setzt die Geschichte fort, aber immer aus derselben Perspektive: Bsp.: I was at home yesterday - and very nervous. - I expected my boy-friend - I missed him - ..

"Charades"

Lassen Sie dieses Spiel so früh wie möglich in A I und höheren Levels spielen. Dabei denkt sich eine TeilnehmeiIn ein bekanntes Wort aus (geben Sie zunächst vor, ob es ein Haupt-, Eigenschafts- oder Tätigkeitswort sein soll), das er/sie dann mimisch darstellt.

Ermutigen Sie die TeilnehmerInnen, dafür ruhig den ganzen Raum zu nutzen. Das enthemmt alle und macht viel Spaß. Der Merkeffekt steigert sich gleichzeitig um ein Vielfaches, weil sich der Kurs nicht nur ntellektuell auseinandersetzt,sondern zusätzlich assoziativ und körperlich.

Mit Charades können Sie auch gut das Progressive trainieren, wenn Sie Handlungsabläufe darstellen lassen: What am I doing? - Lösung: I'm eating Chop Suey in a restaurant.

"Stadt - Land - Fluss"

Dieses Spiel trainiert Vokabeln auf phantasievolle Art und macht den meisten TN auf jedem Level großen Spaß. Wählen Sie die übergeordneten Begriffe dem Level entsprechend aus bzw. lassen Sie die TN diese bestimmen.

Beispiel für A II: Person - Activity - Place
(Where?) - Time ( When?) - Adjectives
Rambo run room reading-time right

Beispiel für F II: Person - Occupation - Nuisance - Piece of clothing/Pers. deco Richthofen roaming Rambos in a pub raster hair
Lassen Sie den TN dabei großzügige Räume für ihre Phantasie, dann finden sie die witzigsten Begriffe und Antworten.

In den niedrigeren Levels können Sie mit diesem Spiel zusätzlich die Regeln des englischenn Satzzbaus trainieren, wenn Sie die Oberbegriffe entsprechend wählen (S-P-O, Ort, Zeit) und nach jeder Runde aus dem Ergebnis Sätze bilden lassen. Das Spiel bietet sich auch zum orthographischen Training an, wenn einE TN die Begriffe anschreibt, die die Gruppe findet.

"Familien-Stammbaum"

Mit einem Familienstammbaum trainieren die TeilnehmerInnen auf allen Levels weil er viele Möglichkeiten bietet. Beispiele für Vokabular: Familien- und Verwandtschaftsbeziehungen. 
Datum: When is Maude's birthday??
Konjugation: 3. Person Singular-s, wenn TN über eine Person des Stammbaums sprechen.

Fragewörter: Schreiben Sie die vorhandenen Fragewörter an die Tafel. Dann benutzen die TeilnehmerInnen ihre Phantasie und stellen sich gegenseitig Fragen zu den Daten oder Personen des Stammbaums: Where does Clint live??

Eigenschaftswörter: How does Clyde look?
Satzbau: Stellen Sie eine Frage in die Runde: What happened on ...?
TN A: Bonny died. - T: Why did she die?
TN erfinden Geschichten zum Leben der Familien des Stammbaums

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