Lassen Sie Ihre TeilnehmerInnen das System nicht spüren


... your English-Job-Boosting!

Wechseln Sie ohne vorbereitende Worte von einem Punkt ...

des Trainings-Mix zum anderen, zum Besipiel anhand eines Satzes aus dem Conversationsteil zur Grammatikerklärung.“Jetzt kommen wir zur Grammatik!” erschreckt eher als dass es positiv einstimmt, Schul-Assoziationen wrden wach, statt sich kommunikativ zu öffnen, verfällt man eher ins Grübeln.

Ermöglichen Sie auch AnfängerInnen vom ersten Tag an Englisch zu sprechen, indem Sie einfache Grammatik und bekannte Wörter in die ersten Sprechversuche einbinden. Das vermittelt Erfolgserlebnisse und erhöht durch das gewonnene Selbstvertrauen die Motivation.

Neben einfachen, klaren Erklärungen ist es wichtig, die Theorie durch viele Praxisbeispiele, Parallelen zur deutschen Sprache und wann immer möglich, durch Eselsbrücken zu illustrieren,

Für Erwachsene ist es oft schwierig, die Grammatik einer Sprache nachzuvollziehen. Wenn Sie darauf keine Rücksicht nehmen, werden einige z.B. behaupten, nie einen Satz im Passiv zu sagen. Die Anwendung ist ihnen nicht bewusst und macht so das Umsetzen in die Fremdsprache sehr schwer.

Englisch denken und träumen ...

... ist dann ein erreichbares Ziel, wenn man jeden Tag Englisch spricht. Bei TeilnehmerInnen, die nur 1-2 Mal pro Woche trainieren, wie bei OK, wäre diese Zielsetzung aussichtslos.

Achten Sie stattdessen auf die Möglichkeiten, die ein kreativer Umgang mit vorhandenen Kenntnissen eröffnet. Testen Sie ständig und im Detail, ob das Erklärte verstanden worden ist oder nur zustimmend genickt wird. Bleiben Sie kritisch und unbequem. Fragen Sie, lassen Sie fragen.

Erst dann zeigt sich, was die TeilnehmerInnen tatsächlich aktiv, spontan und allein, ohne Hilfsmittel SPRECHEN können, wo noch Lücken sind und wo Wiederholungsbedarf besteht.

"Das hatten wir doch schon...”

Sie wissen, wie wichtig Wiederholungen sind. Die Praxis bringt es an den Tag: Gehört hat der Teilnehmer alles schon oft, er erinnert sich auch, kann es sogar, wenn er Zeit hat, richtig schreiben, bemerkt auch wenn es andere falsch machen.

Und trotzdem schleichen sich beim Teilnehmer immer wieder die selben Fehler ein. Und deshalb auch die 998. Wiederholung als aktives Training. Wenn Sie trotzdem einmal hören "Das hatten wir doch schon ..." oder Sie diesen Gedanken an der Mimik eines Teilnehmers ablesen sollten, geben Sie diesen Teilnehmer/innen Gelegenheit, den anderen zu helfen und Beispiele zu finden.

Hier werden oft eigene Schwächen deutlich, und er/sie sieht ein, wie wichtig das aktuelle Thema ist, wo die persönlichen Mankos liegen und wie wichtig ständige Wiederholungen sind.

Verstehen ist einfach - sprechen ist schwer!

Was bringt das berühmte “KLICK”

Beleuchten Sie Sprachprobleme von verschiedenen Seiten:

- eine neue Sichtweise
- ein anderes Beispiel
- eine “Eselsbrücke”

... bringen häufig das erhoffte “Klick”.

Entwöhnen Sie behutsam aber konsequent vom Schreibzwang...

Arbeiten Sie dem Mitschreiben sanft entgegen, selbst wenn Ihre Teilnehmer/innen immer wieder gerne schulfanatisch in ganzen Sätzen notieren, was sie gerade hören oder sehen (Grammatik, Wörter etc.). Sie wollen das zuhause lesen und lernen. Naiv, wer glaubt, dass es je dazu komme.

Die Aufzeichnungen verschwinden zuhause im Kühlschrank und wrden erst vor dem nächsten Training wieder herausgeholt, immer wieder enttäuscht,
wieder nichts damit "gelernt" zu haben. Banaler Grundsatz: Je mehr ich aufschreibe, desto mehr muss ich später aufarbeiten. Auch hier wieder
zwanghaftes Aufschreiben, Schul-Denkmuster: "Was ich schwarz auf weiß besitze, kann ich getrost nach Hause tragen!"

Ein Beispielsatz pro Grammatikthema genügt meist, Wörter, die wir nur alle 25 Jahre brauchen, sollten nicht belastend aufgeschrieben
werden. Für was? Schon 60 Minuten später erinnern sich die meisten nicht mehr, was es bedeutet. Testen Sie es. Immer wieder.
Realität beginnt, wo der der Traum aufhört.

Der Grund für diese Verhaltensweise ist eindeutig. Schreiben und Lesen sind schneller und souveräner zu erlernen (oder bereits vorher erlernt worden) als ein frei gesprochener Satz. Zudem entspricht Schreiben dem Sicherheitsbedürfnis des Menschen, etwas festzuhalten, das dem Gedächtnis im Moment nicht zugetraut wird. Übereifrige denken auch, dem Trainer damit zu gefallen. Lehrern gefällt das meist, Trainer kann man damit nicht beeindrucken.

Selbstverständlich können Wort-Notizen und einzelne Vokabeln notiert werden, da dies didaktisch das Lernen unterstützt.
Die optisch aufgenommenen Informationen sind zwar sehr wichtig für das Lernen (visuelles Lernen), Jedoch sollte das Wort auf dem Board zwar angesehen, dann aber sofort von den TeilnehmerInnen gesprochen werden.

Die Trainingszeit soll konsequent für das Sprechtraining genutzt und nicht für das Abschreiben von Wörtern verschwendet werden. Aufzeichnungen, die trotz rührender Beteuerungen vorher, anschließend so gut wie nie wieder angesehen werden.

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