OK-Trainings-Mix - 4. Vokabel-Training


... your English-Job-Boosting!

Vokabel-Training

Regelmäßig, jede Woche nehmen wir etwa 10 Vokabelkarten aus der Box, die in allen OK-Trainingsräumen stehen und geben eine davon einer TeilnehmerIn. Diese baut das englische Wort spontanin einen Phantasiesatz ein. Beispielwortl: Umwelt

Ist der englische Begriff den anderen unbekannt, liest die TeilnehmerIn das entsprechende deutsche Wort auf der Rückseite der Karte vor.
Jetzt geben Sie eine weitere Karte der nächsten TeilnehmerIn usw.

Die Vokabelkarten sammeln Sie dann wieder ein und stecken sie in einen Umschlag. Der Umschlag trägt die Aufschrift des entsprechenden Kurses "Mo 17:30 plus Trainername", damit Sie die Wörter nächste Woche wiederholen können.

Zu Ihrem Karten-Pool kommen jetzt jede Woche neue Karten. Die Wörter werden so lange trainiert bis sie jeder kennt. Dann wandern sie zurück in die Box.

So trainieren Sie bitte jede Woche das Vokabular:

Gerade weil unser Training sehr locker, angenehm und gewollt wenig an Schule erinnert, ist es wichtig, TeilnehmerInnen während des Trainings "Haltepunkte" anzubieten.

Die Lernenden müssen sich an festen Punkten halten und orientieren können. Dadurch dass sie spielerisch einfach lernen, wird das Gelernte oft so unbewusst wahrgenommen, dass man manchmal den Eindruck hat, nichts gelernt zu haben.

Gerade deshalb ist es ungeheuer wichtig, sowohl das Vokabel-Training als auch das Grammatik-Training immer einzubinden.
Bedenken sollte man auch immer, dass die Teilnehmerinnen zuhause keine Vokabeln lernen, sie nicht einmal ansehen, da die Tage zwischen den Trainings geradezu verfliegen, obwohl sie sich immer wieder vornehmen, “mal `drauf zu schauen”. Die Notizen verschwinden eine Woche im Kühlschrank. Das war´s. Ist aber ok und verständlich.

Gerade das Lernen zuhause erwarten wir aber als Trainer NICHT, da wir sie nicht unter zusätzlichen Druck setzen möchten, der in den meisten Fällen dazu führt, dass sie den Weg des geringsten Widerstands gehen: Sie geben das Training auf. Grund: Wenig Zeit.

Vokabel-Training

Da wir ohne Buch und schriftliche Hilfsmitel arbeiten, sind die Vokabelkärtchen ein `Halt
auf dem Eis´. Sie sind wichtiger Teil Konzepts, so dass trotz aller Spontanität immer der rote Faden erkennbar bleibt.

Verweilten Sie ohne Trainings-Mix überwiegend oder ausschließlich bei Smalltalk, attestieren Teilnehmer/innen nach einigen Wochen mangelnde Vorbereitung.

OK-Trainings-Mix - 5. Kommunikations-Technik

Machen Sie Ihren Teilnehmern Zusammenhänge der Verständigung bewusst:

Haben Sie schon einmal Deutsche in den USA beobachtet, die nicht ein einziges englisches Wort ihres Gesprächspartners verstehen - ABER zustimmend nicken, den Sprechenden sogar noch ermuntern das groteske Verwirrspiel unverändert fortzusetzen.

Da dieses eine von vielen Beispielen nun wirklich das Gegenteil von Kommunikation zeigt, gehört das Training der Kommunikations-Grundlagen = "wie verstehe ich den anderen, wie versteht er mich" jede Woche zur Basis-Arbeit.

Der traditionelle Sprachunterrricht vermittelt Vokabular und Grammatik mit einem Schuss Landeskunde. Kommunikationsgrundlagen dagegen werden als bekannt vorausgesetzt. Zu banal, um so etwas zu trainieren!???

Die Praxis zeigt: NEIN! Wenn den TeilnehmerInnen etwas bekannt ist, heißt das aber leider nicht zwangsläufig auch, dass sie es auch tatsächlich tun. Natürlich wissen wir alle, warum wir manchmal nicht zugeben, etwas nicht verstanden zu haben. Ob Fremdsprache oder schwer verständliche Inhalte in der Muttersprache:

Der Mensch schämt sich, eingestehen zu müssen, dass "er den Aussagen nicht folgen kann". (Man verniedlicht, flüchtet in Ausreden, blockt ab. Eigenschaften, die wir mit viel Einfühlungsvermögen aber auch Nachdruck durch regelmäßiges Training minimieren.)

So ist es absolut typisch, vorzutäuschen etwas verstanden zu haben. Wenn wir auch diese Gefühle verstehen und nachvollziehen können, trainieren wir ununterbrochen dagegen an. Gegen Denkblockaden für spontanes, natürliches Sprechen.

Wie erreichen Sie aber nun, dass Ihre TeilnehmerInnen tatsächlich reagieren, statt nur mit dem Kopf nickend Verständnis vorzutäuschen?

Schauspieler: Teilnehmer täuschen vor, verstanden zu haben.

Abnicken genügt nicht. Während des gesamten Trainings, speziell während der Grammatik-, Vokabel- und Concersation-Phasen sollten wir als TrainerIn immer wieder mit offenen Fragen nachhaken, wie etwas verstanden wurde oder ob es überhaupt verstanden wurde.

Dadurch werden die TeilnehmerInnen veranlasst, statt mit einem oft sinnleeren JA für "alles verstanden", Details auszuführen, die Ihnenals Trainer exakt signalisieren, was genau nicht oder nicht so gut verstanden wurde. Der klassische Lehrer gibt sich damit verstanden und wartet auf Test oder Klassenarbeit am Ende des Themas, oft mit wenig Möglichkeit auf Optimierung.

Wir optimieren ständig, jede Woche, wir bleiben am Thema. Und wir erfahren nicht nach einem Monat (Test), ob jemand etwas verstanden hat, sondern direkt.

Bitte immer fragen mit offenen Fragen (wann, wer, wie, ... arbeiten, die dann ausführliche Antworten nach sich ziehen statt geschlossene Fragen, die knapp mit einem wenig aufschlussreichen und oft vorgetäuschten "Ja - alles verstanden" enden.

Bitte immer bedenken: Der Mensch ist evolutionsbedingt und grundsätzlich bequem und liebt den Weg des geringsten Widerstandes. Er will am liebsten "erst morgen" sprechen, heute noch mal aufschieben, sich heute noch nicht anstrengen. Nächste Woche ist es dann wieder wie diese Woche.
Deshalb verführen wir unsere Teilnehmer zum Sprechen.

Es muss einfach und locker passieren. Jeglicher Druck oder Hinweis auf Vernunft bei vielen Menschen wenig zielführend. Einfacher ist es, das nächste Mal nicht mehr zu kommen, irgendwann das Training abzubrechen.

Achten Sie darauf, dass Ihre Teilnehmer gut gelaunt das Training verlassen. Und zwar nich, gutgelaunt, weil es endlich vorbei ist, sondern gutgelaunt, weil es Spaß machte. Selbst begeisterte, langjährig aktive Teilnehmer bei uns, müssen sich jede Woche überwinden (Bequemlichkeit), sagen aber sobald das Training begonnen hat: “Jetzt macht es wieder Spaß, wie immer!”

Wir Trainer/innen richten uns nach dem Teilnehmer-Tempo - nicht sie sich nach unserem.

Der klassische Lehrer stellt gerne geschlossene Fragen mit der für ihn erlösenden "Ja-verstanden-Antwort". Er glaubt es nur zu gerne, um den Lehrplan in der gesetzten Zeit (jede Woche ein neues Thema...) erfüllen zu können.

So gaukeln sich Lehrer und TeilnehmerInnen Fortschritte vor, die ausschließlich theoretisch sind. Ergebnis: Viel gehört - einiges verstanden - wenig oder nichts spontan sprechen können.

Bei OK hetzt Sie niemand. Gruppen, die sich scheinbar schnell entwickeln, sehen wir mit Zweifel. Unsere TeilnehmerInnen sind das Maß der Dinge bei OK.

Kommunikations-Regel:

Sofort reagieren, wenn irgend etwas nicht verstanden wurde. Und - sofort heisst sofort und nicht erst 10 Minuten später. Nur dann ist gewährleistet, dass beide GesprächspartnerInnen noch über Dasselbe denken und sprechen.

TeilnehmerInnen im Anfängerbereich sollen 2 Standardsätze lernen. Sie sollen diese regelmäßig und sofort nutzen wenn alles oder Teile des Gehörten unklar sind:
"Please repeat your last sentence!"
Wenn ein Wort eines Satzes unbekannt ist: "Please explain "X!"

Sie kontrollieren, indem Sie von Zeit zu Zeit wahrscheinlich unbekannte Wörter einstreuen und auf Reaktion warten ...
Da können Sie lange warten, Zumindest am Anfang. Ihre TeilnehmerInnen wundern sich, wie schnell sie die Realität einfängt. Eben noch sprechen Sie von einer Regel und 2 Erste-Hilfe-Sätzen, die man erstmal in die Schul-Theorie-Schublade warf.

Huch! - So schnell muss ich das eben gehörte schon, muss es einsetzen, SPRECHEN??? Machen Sie ein Spiel daraus, nach dem 3. bis 4. “Fremdwortangriff” freut sich der erste Teilnehmer, dass er tatsächlich reagiert hat. Manche werden dann als Held gefeiert, weil sie tatsächlich reagierten. Kommunikation kann faszinierend sein.

Hierbei gilt noch ein weiterer Kommunikations-Tipp:
Stelle das “Please” an den Anfang einer Bitte oder Frage, damit sich dein Gesprächspartner leichter und entgegenkommender öffnet. Auch in der täglichen Kommunikation fällt oft auf, dass jemand einen anderen anspricht, dieser aber nicht oder wenig Aufmerksamkeit zeigt, weil versäumt wurde, ihn namentlich anzusprechen.

Da Menschen - auch gesunde, ohne krankhafte Veränderungen der Wahrnehmung, erkennbar und nachweislich von Jahr zu Jahr unaufmerksamer werden und sich schlechter konzentrieren, ist die Anrede mit dem Namen wichtiger denn je, damit sich der Angesprochene auf Ihre Frage, Ihren Satz fokussieren kann und überhaupt erst erkennt, dass dies JETZT von ihm erwartet wird.

Menschen bekommen den Anfang einer Frage oder Aussage naturgemäß schon deshalb nicht mit, weil sie noch damit beschäftigt, ihren eigenen Gedanken zu Ende zu führen, was ja durchaus normal ist. Deshalb ist es sinnvoll, die Kommunikation mit Namensnennung zu beginnen. Das Zeichen für den anderen: Alles auf START und Aufmerksamkeit:

Das alles gilt nicht nur für Sie als Trainer/in, sondern auch als interessanter Tipp an Ihre Teilnehmer/innen.

Smartphones und OK-Englisch-Training

Die Nutzung von Smartphones ist Erwachsenen zwar während des Trainings erlaubt. jedoch kann sie gerade im Zusammenhang mit Aufmerksamkeit schwierig sein. Jedes Wort wird nachgeschaut, auch das, was man im nächsten Satz sagen möchte. Während zwei Teilnehmer sprechen, schauen der 3., 4. und 5. auf ihr Smartphone.

Ihre Verbesserungsvorschläge und das, was die anderen sagten, haben Sie zwar mit ihren Ohren gehört, haben es aber nicht verstandesmäßig erfasst und verstanden. Das Gehirn ist eben nur bedingt multitaskingfähig.

Selbstverständlich kann man etwas dagegen tun. Natürlich darf es weder unfreundlich, noch ermahnend sein, es wird auch nicht thematisiert.

1. Wir setzen am Problem und den Folgen der Unaufmerksamkeit an. Zwei Teilnehmer haben etwas auf Englisch erzählt, die anderen haben nicht zugehört. Die Inhalte des Gesagten filtere ich als Trainer heraus und binde sie in die nächsten Fragen an die Smartphone-Nutzer ein. Schnell erkennen sie, dass sie nicht antworten können, weil sie nicht zuhörten. Wiederholen Sie das regelmäßig, wird die Nutzung zurückgehen.
Gerne können Sie Ihre Vorgehensweise harmlos begründen: Alle Teilnehmer sollen immer auf dem selben Kenntnisstand sei, damit Sie nicht benachteiligt sind. Ich helfe Ihnen lediglich, trotz gelegentlicher Ablenkung, dasselbe zu wissen, das die anderen auch wissen.

2. Fragen Sie auf Englisch, was der Teilnehmer nachschaute. Ist es ein englisches Wort, frage ich ihn, was er damit “anstellen” wollte. Einen Satz sagen? Wir sind alle gespannt. Fiel dem Teilnehmer beim Thema Zug fahren plötzlich ein, dass er statt mit dem Auto mit dem Zug nach Amsterdam fahren könnte und will “nur mal schnell” die Fahrpreise googeln?

Kein Problem: Nach meinem “Please tell us ...” erzählt er, wann er genau wohin fährt, mit wem und warum. Welche Bahnhöfe er nutzt, was nun das Ergebnis seiner Recherche war - der Preis - und in welchem Hotel er übernachten wird.

Der Mensch ist von Natur aus bequem. Auch wenn die meisten Kommunikations-Trainings nutzen, geschieht dies meist aus beruflichen gründen. Sie müssen, sie sollen, wenige machen es vorbeugend. Trotzdem möchten sie meisten nicht viel Englisch sprechen und vermeiden es, wann immer möglich. Wir Trainer sind dafür da, sie zum Sprechen zu motivieren.

So haben wir die Smartphone-Nutzung positiv umgesetzt in Aktivität. Meist ist es so, dass die Nutzung zunimmt, wenn wir sie oberflächlich bis hilflos akzeptieren. Nutzen wir diese Gewohnheiten dagegen und binden sie in das Training ein, wie beschrieben, nimmt die Nutzung ab. Zieht die Nutzung soviel Denkarbeit nach sich, wird sie unattraktiv bis anstregend.

Selbstverständlich trainieren wir Erwachsene und es steht uns nicht zu, deren Verhalten zu reglementieren. Da gemeinsames Trainieren durch die wiederholten Smartphone-Ablenkungen jedoch sehr erschwert wird, sind kleine, mit Humor genutzte Techniken, sehr sinnvoll und dienen dem Wohle aller in der Gruppe.

Copyright 2018, OK-Englisch-Training, Harald Schneider
Impressum - AGB - Datenschutzerklärung